Wadi Al Arbeieen

In Oman

Was sind eigentlich Wadis?

Wadis sind Täler, die durch Erosion entstanden sind und sich dadurch auszeichnen, dass sie während der Regenzeit mit Wasser gefüllt werden. Im Grunde sind es also trockene Flussbetten, in denen gelegentlich ein kleiner Fluss oder Bach fließt. Immer wieder bilden sich dort natürliche Pools und Wasserfälle mit glasklarem, grünem oder türkisfarbenem Wasser, in denen man wunderbar schwimmen kann.

Wadi Al Arbeieen

Etwas abseits der klassischen Touristenroute, aber landschaftlich besonders reizvoll, liegt das Wadi Al Arbeieen – ein beeindruckendes, von steilen Felswänden eingeschnittenes Tal, das für seine klaren Wasserbecken, imposanten Gesteinsformationen und seine teils fast dramatische Wildheit bekannt ist.

Lage & Anfahrt

Wadi Al Arbeieen liegt südlich von Quriyat und ist am besten über die Küstenstraße von Maskat in Richtung Tiwi zu erreichen. Eine eigene Abzweigung führt in ein enges, kurvenreiches Tal. Die Straße verläuft teilweise durch ausgetrocknete Flussbetten, ist aber bei trockenem Wetter gut befahrbar.

Die Fahrt durch Wadi Al Arbeieen an sich hat sich schon gelohnt und war unglaublich eindrucksvoll. Wie waren allerdings doch froh über unseren Toyota, mit dem die unbefestigte Straße überhaupt kein Problem war.

Wadi Al Arbeieen war wunderschön und die Pools beeindruckten mit seinem glasklaren Wasser. Man hätte noch weiter wandern können, um zu einem größeren Pool mit Wasserfall zu gelangen. Das hätte allerdings rund eine Stunde gedauert, und da die Mittagssonne erbarmungslos brannte und wir zusätzlich unseren dreijährigen Sohn in der Kraxe hätten tragen müssen, haben wir uns schließlich dagegen entschieden. Im Nachhinein bereue ich diese Entscheidung allerdings und ärgere mich ein wenig, dass wir es nicht versucht haben.

Bimmah Sinkhole

Nach dem Wadi haben wir noch einen kurzen Zwischenstopp am Bimmah Sinkhole eingelegt.

Der Name bedeutet übersetzt „Sternenfallkrater“ – eine Anspielung auf die alte Legende, nach der das Loch durch einen herabgestürzten Stern entstanden sein soll. Tatsächlich aber handelt es sich um eine karstgeologische Einsturzsenke, die durch das Einbrechen einer unterirdischen Höhlendecke entstand.

Das Ergebnis ist ein kreisrunder, rund 50 Meter breiter und 20 Meter tiefer Krater, gefüllt mit schillernd türkisgrünem Wasser. Das Zusammenspiel von hellem Kalkstein, Sonnenlicht und dem mineralreichen Wasser sorgt für einen fast unwirklich schönen Farbeffekt – besonders zur Mittagszeit, wenn das Licht senkrecht einfällt.

Der Besuch ist nett und empfehlenswert, wenn man hier eh vorbei fährt. Meiner Meinung nach ist es aber keinen extra Weg wert.

Fins Beach

Nur wenige Kilometer südlich des Bimmah Sinkholes erstreckt sich mit dem Fins Beach, auch bekannt als White Beach, ein wahres Küstenidyll. Der weiße Strand ist wirklich toll und das Wasser wunderschön. Allerdings handelt es sich nicht um einen weißen Sandstrand, sondern um weiße Steine. Ins Wasser wollten wir alle nicht mehr aber einen kurzen Stopp war es dennoch wert.

Hotel: Wadi Shab Beach Villa

Am späten Nachmittag sind wir im Hotel angekommen. Die Lage ist unschlagbar – mit Blick auf das Meer, und wir haben ein riesiges Zimmer, inklusive Waschmaschine, zweitem Schlafzimmer und zwei Bädern. Alles ist zwar schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber insgesamt sauber und gepflegt. Außerdem gibt es einen kleinen, aber feinen Pool und von der Terrasse aus kann man sogar Schildkröten im Wasser beobachten.


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